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Ärzte zum Thema Beschneidung

Manuela Lank aus Kyritz fragte, welche Vor- oder Nachteile es hätte, wenn sich Ihr 22jähriger Sohn beschneiden ließe.

Dr. med Peter Raschke (Facharzt für Urologie)
Die Beschneidung schützt vor Pilzen und Bakterien.

Wenn Ihr Sohn diesen Entschluß gefaßt hat, kann ich ihn dazu nur beglückwünschen. Er hätte davon nur Vorteile. Zwischen der Eichel und dem inneren Vorhautblatt besteht permanent eine sogenannte feuchte Kammer, ein kapillärer Spalt, der Pilzen und bestimmten Bakterien (Smegmabakterien) hochwillkommen ist. Häufig entstehen dadurch Entzündungen (Balanitis). Im Alter kann es sogar zu einer schmerzhaften Vorhautverengung kommen.

Die Stoffwechselprodukte der Smegmabakterien haben zudem krebserzeugende Wirkungen. Sexuelle Empfindungen werden durch eine Beschneidung nicht beeinflußt. Die OP dauert unter Narkose etwa 20 Minuten, nach zwei bis drei Stunden kann man nach Hause gehen.
Dr. Franklin Oberlaender (Psychologe)
Beschneidung - ein Standard!

In den Vereinigten Staaten werden aus hygienisch-medizinischen Gründen und in Nordafrika, Israel und Teilen Asiens aus religiösen Gründen nahezu alle männlichen Personen an der Vorhaut des Gliedes beschnitten. Die Geburtenrate dieser Länder liegt über der in der Bundesrepublik Deutschland, von einer Beeinträchtigung des sexuellen Erlebens ist nichts bekannt. Auch in der Bundesrepublik Deutschland sind einige Millionen Männer beschnitten, zum Teil aus medizinischen Gründen.(2)
Dr.med. Theo Klotz

Eine Vorhautverengung kann in jedem Alter auftreten.

Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung.
Im allgemeinen ist die Vorhaut über der Eichel frei beweglich. Angeborene Vorhautverengungen sind relativ selten. Nach Entzündungen oder Einrissen kann es jedoch zu einer narbigen Enge kommen, die die Beweglichkeit behindert. Dadurch ist wiederum die Gefahr für erneute Einrisse (z.B. beim Geschlechtsverkehr) und Entzündungen erhöht, was einen Teufelskreis darstellt. Besonders bei Zuckerkranken kommt es gehäuft zu Entzündungen der Vorhaut und in Folge davon zu einer schmerzhaften Vorhautverengung.

Nicht zuletzt sind hygienische und kosmetische Gründe für die Behandlung einer Vorhautverengung bedeutsam. Langzeituntersuchungen zeigten, daß durch die Besiedelung der Absonderungen (Smegma) unter der Vorhaut mit bestimmten Krankheitserregern ein erhöhtes Risiko für Peniskrebs und für die Partnerin für Gebärmutterhalskrebs besteht.

Im allgemeinen ist eine komplette Vorhautentfernung sinnvoll. Die Beschneidung stellt einen kleinen operativen Eingriff dar, der in lokaler Betäubung durchgeführt werden kann. Bei Kindern sollte eine Allgemeinnarkose erfolgen. Das Operationsrisiko ist sehr gering. Gelegentlich kommt es zu Nachblutungen. Das kosmetische Ergebnis ist im allgemeinen gut. Die Beschneidung sollte nach Möglichkeit zu einer Zeit erfolgen, in der keine Entzündung vorliegt.

Bei einer angeborenen Verengung oder bei häufigen Entzündungen sollte früh ein Arzt aufgesucht werden, um die Frage einer Beschneidung zu klären.(3)
Dr. med. Schneidrzik
Die Beschneidung von Knaben ist längst nicht mehr nur ein religiöses Ritual.
Sie schützt viele Männer vor einer Krebserkrankung.


Gott befielt im ersten Buch Mose die "Zirkumzision" aller Knaben: "Ihr sollt die Vorhaut an Eurem Fleisch beschneiden." Diese Vorschrift wird heute noch von Juden, Moslems und einigen afrikanischen Stämmen befolgt. Inzwischen ist dieses einst auch religiöse Ritual in vielen Ländern zu einer reinen gesundheitlichen Vorsorge-Maßnahme geworden.

In den USA z.B. werden 95 Prozent aller neugeborenen Knaben beschnitten. Aus zwei Gründen: Viele Knaben werden mit einer verengten Vorhaut geboren. Ursache ist eine Verklebung der Hautblätter. Sie lösen sich in den ersten Monaten meist von selber. Tun sie das nicht und verwachsen miteinander, entsteht eine echte Phimose mit Harnverhaltung und Einklemmungen. Dann wird eine sofortige Operation erforderlich.

Die vorsorgliche Zirkumzision verhindert diese Komplikation, und sie verringert außerdem die Gefahr von Krebs im Genitalbereich. Krebsgeschwülste dieser Art finden sich häufiger bei nicht beschnittenen Männern und deren Frauen. Ursache ist oft mangelnde Hygiene des Mannes im Genitalbereich. Hier befinden sich sich Talgdrüsen, deren Sekret bei unzureichender Sauberkeit zusammen mit den verbrauchten Zellen der Vorhaut eine weiß-gelbliche und talgartige Masse bildet, das Smegma. Es besitzt zum einen krebserregende Eigenschaften, zum anderen bietet es besonders in klimatisch warmen Gegenden einen guten Nährboden für Bakterien, die Entzündungen hervorrufen.
Quellen:
(1) TV Today - Ausgabe 24/97 Beilage S.11
(2) BZ Berlin auf Draht
(3) MED medicine online GmbH 1996
(4) Prisma - Ausgabe 39/96 S. 52
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